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4. Juni 2026, 16:00 bis 4. Februar 2027, 18:00 Uhr
Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung; Friedrichstraße 187, 10117 Berlin
Die Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung mit Sitz in Berlin ist die jüngste von sieben überparteilichen Politikergedenkstiftungen des Bundes. Als staatliche Einrichtung der historisch-politischen Bildung erinnern wir an Helmut Kohl, errichten eine Ausstellung und bieten verschiedene Bildungsprogramme speziell für Jugendliche an, denen die Funktionsweise der Demokratie in Deutschland am Beispiel der Regierungszeit Helmut Kohls vermittelt wird. Darüber hinaus regen wir die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte der 1980er und der 1990er Jahre an - ein lohnendes Unterfangen angesichts vieler, nach Ablauf gesetzlicher Sperrfristen neu zugänglicher Archivalien weltweit.
Im Zuge dieser wissenschaftlichen Arbeit haben wir ein Nachwuchskolloquium ins Leben gerufen, das während des Semesters an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16:00 bis 18:00 Uhr in unseren Räumlichkeiten in der Friedrichstraße 187, 10117 Berlin stattfindet. Es richtet sich vor allem an (angehende) Masterstudenten und Promovierende in der Geschichtswissenschaft und Politologie.
Diskutieren Sie gemeinsam mit Forscherinnen und Forscher, Studentinnen und Studenten, Expertinnen und Experten sowie Personen aus der Praxis. Die Themen sind offen, werden zeitlich jedoch in der Ära Kohl (1982-1998) angesiedelt sein.
Auf den folgenden Seiten haben Sie die Möglichkeit sich zu einem oder mehreren Terminen anzumelden.
Uhrzeit: 16:00 bis 18:00 Uhr
Kohl gegen Genscher. Der Streit über Führung und Ausrichtung der deutschen Außenpolitik 1987–1990
Referent: Historiker Felix Diekmann
Was erwartet Sie: Felix Diekmann rekonstruiert den macht- und außenpolitischen Richtungsstreit zwischen Kanzleramt und Auswärtigem Amt in der Phase der Systemumbrüche. Wie prägten persönliche Autorität, Koalitionslogik und Bündnisrahmen die Weichenstellungen bis zur Einheit?
Im Anschluss: Offener Austausch mit dem Referenten
Zwischen Bündnistreue und europäischem Gestaltungsanspruch. Helmut Kohl und die deutsch-französische Sicherheitspartnerschaft: Die Deutsch-Französische Brigade und das Eurokorps
Referent: Benjamin Pfannes, Universität Potsdam
Was erwartet Sie: Benjamin Pfannes zeigt, wie militärische Kooperation zum politischen Projekt wurde: Von der Brigade zum Eurokorps – Symbolik, Praxis und Grenzen einer europäischen Verteidigungsarchitektur in der Ära Kohl.
Die deutsche Ukrainepolitik von 1990 bis 1998
Referent: Torsten Baar, Europa-Universität Viadrina
Was erwartet Sie: Torsten Baar zeichnet nach, wie Bonn zwischen Anerkennung, Sicherheit und Wirtschaft die Beziehungen zur unabhängigen Ukraine gestaltete. Akteure, Dilemmata und Entscheidungen im Schatten der Transformation.
Die Außenkulturpolitik in der Ära Kohl
Referent: Jahn Lukas Hermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Was erwartet Sie: Jahn Lukas Hermann untersucht Kultur als Instrument der Außenpolitik: Goethe-Institute, Auswärtige Kulturprogramme und das Bild Deutschlands im Ausland – Anspruch, Wirkung und Kritik in den 1980er/90er Jahren.
Von der Hochschule in die Praxis: Was macht eigentlich eine Ausstellungskuratorin?
Referentin: Dr. Simone Erpel, Ausstellungskuratorin der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung
Was erwartet Sie: Dr. Simone Erpel gibt einen Einblick in kuratorische Arbeit im Spannungsfeld von Forschung, Gestaltung und Vermittlung. Von der Quellenidee zum Exponat – Arbeitswege, Stolpersteine und Kompetenzen.
Im Anschluss: Offenes Gespräch über Berufsbilder und Einstiege.
Das Bundesministerium der Verteidigung und die Frauenfrage in der Ära Kohl
Referent: Hauptmann Nils Birk, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam
Was erwartet Sie: Nils Birk analysiert Debatten, Rechtsprechung und Reformschritte rund um Frauen in der Bundeswehr: politische Auseinandersetzungen, gesellschaftliche Erwartungen und institutionelle Antworten bis Ende der 1990er Jahre.
Im Anschluss: Gesprächsrunde und Fragen an den Referenten.
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